25 September 2013

Gefühle - und wozu sie fähig sind

Hallo meine Süßen

wer kennt das nicht? Jeder von uns hat es schon einmal erlebt - Liebeskummer. Dabei geht es gar nicht zwingend um eine jahrelange Beziehung, die in die Brüche gegangen ist. Es kann einfach eine gemeinsame Zeit sein, die ausreichend war, um Schmetterlinge im Bauch zu haben. Nicht immer ist es die große Liebe sondern einfach Gefühle die sich entwickeln, weil die Chemie stimmt.

Umso schmerzhafter ist die niederschmetternde Gewissheit, dass Worte die gesagt und Versprechungen die gemacht wurden, nichts als Gerede war. Man redet sich ein, dass es gut ist, dass man sich selbst treu geblieben ist und nichts getan hat, was man selbst nicht wollte oder hinterher bereuen würde. Dabei muss es nicht immer nur Sex sein, es geht sogar um banalere Dinge, wie bei ihm oder ihr zu übernachten, obwohl man sich geschworen hat, das nicht zu tun und obwohl nichts gelaufen ist, fragt man sich doch am nächsten Tag "Warum ruft er/sie nicht an?" - Egal wie oft wir uns einreden, dass es gut war, dass wir nichts dergleichen gemacht haben, ertappen wir uns doch immer wieder bei der Frage, was wäre wenn...? Was wäre wenn wir es doch getan hätten? Wäre dann alles anders? Würde er/sie sich dann anders mir gegenüber verhalten?

Die Wahrheit ist, dass wir es nie erfahren werden, man kann dem Menschen immer nur vor den Kopf schauen und niemals hinein.

Fakt ist auch, dass Worte die gesagt wurden und die wir so gerne glauben möchten selten der Wahrheit entsprechen, sie wurden gesagt, um eigene Interessen zu vertreten, denn wären sie wahr gewesen. Wäre nur ein einziger Funken der gesäuselten Liebesschwüre wahr gewesen, säßen wir nicht hier und Schaufeln Tonnenweise Nutella/Ovomaltine in uns hinein und verbannen Dinge aus unseren Gedanken, die uns mit diesem Menschen verbinden.
Es vergeht Zeit, vielleicht viel, vielleicht auch nicht so viel, aber wir sind uns sicher, dass wir es geschafft haben, dass wir über ihn/sie hinweg sind und dann läuft dieses Lied. Dieser eine Song, an dem so viele gemeinsame Erinnerungen hängen und die uns erneut um Wochen in unserer Emotionswelt zurück werfen. Die uns dazu bringen in Gedanken durch zu spielen, was man hätte anders machen können und die Fehler bei sich sucht. Doch es ist egal wie oft man in sich gräbt und die verdrängten Gedanken hervor zieht und das Schloss der dunklen Kiste in der sie vergraben waren knackt, wir kommen immer wieder zu den selben Schlussfolgerungen und drehen uns im Kreis und genau dann ist es soweit, wir fragen uns, gibt es nicht vielleicht doch noch eine Chance?


Der Stolz hält uns davon ab die Nummer zu wählen oder die Nachricht zu schreiben, die wir eigentlich schreiben wollen. Wir wägen ab, was uns wichtiger ist, eine Aussprache oder Ignoranz und man entscheidet sich Schlussendlich dafür sich nochmal zu quälen, ganz entgegen jeder Vernunft und dem was der Verstand dir rät, wir hören auf das Herz. Wir schließen das Kapitel mit den bösen Erinnerungen, dem missbrauchten Vertrauen und den enttäuschten Hoffnungen und schöpfen neue Energie, die wir naiv und blind in einen neuen Anlauf starten, immer mit der Angst im Nacken, dass dies wieder passieren wird, dass er/sie uns wieder verletzten wird. Doch unser Innerstes sehnt sich nach Zuneigung und nach dem Menschen den wir kurzfristig in unserem Gegenüber gesehen haben und hoffen, dass es wieder zum Vorschein kommt, dass Worte die gesagt worden waren, wiederholt werden und Ernst gemeint sind. Es kann gut gehen, muss es aber nicht. Schlussendlich scheitert man und das Karussell dreht sich von vorne, schwindelerregend schnell und unaufhaltsam erleben wir alles erneut, dieser Kloß der sich im Hals bildet und uns weder Essen noch schlafen lässt und unsere Gedanken, die sich nur schwer bis gar nicht abschalten lassen und uns unaufhaltsam an uns selbst zweifeln lassen. Unweigerlich schleicht sich die Frage ein "habe ich was falsch gemacht?" Nein - denn hätten wir etwas falsches getan oder gesagt, wüssten wir das und müssten nicht darüber nachdenken.

Am Ende bleibt nur diese Leere mit der man irgendwie leben muss und die Gefühle für diesen Menschen die allmählich verblassen und so unwahrscheinlich es auch klingen mag - irgendwann tut es nicht mehr weh. Es ist nur die Art wie man für sich selbst abschließt, wie man sich selbst vor diesen emotionalen Chaos schützt, wie man reagiert wenn er/sie sich nach all der Zeit wieder meldet und endlich weiß was er/sie will. Es wird sich nichts ändern - niemals. Die Wahrheit ist, dass man für eine Zeit gut genug war, genau so lange bis wieder alles in Ordnung war, solange dienten wir als Lückenfüller und Pausenclown, der ja alles für einen macht.

In der letzten Phase heißt es - Abschließen - einen Schlussstrich ziehen, aufstehen, Krone richten und weiter gehen. Wer ist er/sie, dass wir es ihm/ihr erlauben uns so runter zu ziehen? Wir sind etwas Wert! Niemand auf der Welt sollte die Macht haben uns so behandeln zu können. Natürlich tut man Dinge für einander wenn man sich sympathisch findet, aber man sollte sich niemals überschlagen und letzten Endes mehr geben als man zurück erhält.

6 Kommentare:

  1. Antworten
    1. Ich hatte das Bedürfnis, mit zu teilen, was mich bedrückt, schön, dass es gelesen wird! <3

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  2. "Du fühlst die bittere Enttäuschung, wenn du Güte anbietest und sie dir mit Unrecht vergolten wird"
    Plato (um 400 v.Chr.)
    Der gilt noch heute :-)

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    1. Den kannte ich noch gar nicht ;-) Ja Ja das Leben ist schon ungerecht :P

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  3. Mit diesem Post hast du es geschafft, das ich dir folge ;)
    Wirklich sehr schön geschrieben...und so wahr

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    1. Vielen Lieben Dank. Hast du einen Link zu deiner Seite, dann schaue ich gerne mal bei dir vorbei <3

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